Insekten Wiese in der Anlage Wulfsdorfer Weg

Corona sorgte bei vielen Menschen auf eine Besinnung auf Natur und insbesondere wir Kleingärtner hatten Glück unsere Oasen im Grün durchgehend bewirtschaften zu können. Das Kleingartenwesen sorgt in Deutschland seit jeher für letzte Rückzugsorte vieler Tierarten und daher sollte uns die Verantwortung für die Grünflächen stets im Hinterkopf bleiben.  Mit Kurzarbeit oder reduzierten Hobbys im Lockdown, kann man sich dann auch einige Gedanken zum Naturschutz in der Anlage machen.

verwahrloste Insektenwiese

Wir hatten in der Ahrensburger Anlage Wulfsdorfer Weg eine etwas verwahrloste Insektenwiese und so überlegten sich Mitglieder mit dem Vorstand eine Umgestaltung der Wiese inklusiver kompletter Neubepflanzung und Biotopelemente.

Der Beginn machte ein gespendetes Insektenhotel im Herbst, nach einer Planungsphase im Winter wurden die Materialien beschafft.

Totholz aus den Gärten, Dachschindeln, Sand und viele Natursteine konnten umsonst recyled werden und mussten nur noch verbaut werden.

In zwei  Arbeitseinsätzen zwischen den Lockdown/Notbremsen konnten dann mit einigen Gartenmitgliedern die Erdarbeiten und Abmagerungen vorgenommen werden. Die weiteren Baulichen Maßnahmen wurden dann mit einer kleinen Gruppe von 3 Mitgliedern fortgeführt.

Totholzhaufen, zwei Sandarien (Sandflächen für Wildbienen), 1 großer Steinhaufen, neue Wiesenelemente, eine komplette Abgrenzung zum Weg mit Dachschindeln.

Kurz vor Ostern waren wir dann fertig und konnten auf folgende fertige Elemente zurückblicken:

Dann wurden noch ca. 40-60 Stauden und Gewächse in die Wiese eingebaut und neues Saatgut ausgebracht. 

Unter anderen Natterkopf, Fetthenne, Thymianarten, Sedumarten, Polsterstauden, Nelkenarten, Schafsgarbe, Ginster, Duftnesseln, Katzenminze, Bergminze, Dostarten, Wollziest, Kathäusernelken, Lavendel, Weißer Steinklee, ein Problem war in der Zeit aufgrund der Schließungen vernünftige Wildpflanzen zu finden.

Neben der Haupsaat, gab es noch Wilde Karden, Diestelarten, Lichtnelken, Salbei, Muskatersalbei und etliche andere seltenes Saatgut das eingebracht wurde. Dies wird sich jetzt auf der Wiese langfristig entwickeln, dazu wird sicherlich noch einige nicht gute angewachsene Stauden ersetzt werden, dies aber aus eigener Nachzucht oder diversen ökologischen Netzwerken.

Neben allerlei Bienen und Hummelarten konnten wir auf der Wiese auch bereits Waldeidechsen und Schlangen erkennen.

Wir danken allen Mitgliedern die intensiv auch mit Pflanzenspenden geholfen haben.